Written by admin on 19. Juni 2008 – 19:43
Zu den wichtigsten Anlageklassen zählen festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarkt- und Aktienanlagen. Dabei können sich diese, verteilt über einen längeren Zeitraum, unterschiedlich entwickeln. Aktienanlagen haben die Möglichkeit, die höchsten Renditen zu erzielen, sind jedoch auch mit einem höheren Risiko ausgestattet als festverzinsliche Wertpapiere oder Geldmarktanlagen. Dafür können risikoarme Geldanlagen ein deutlich geringeres Wachstum erreichen. Festverzinsliche Wertpapiere liegen, gemessen an Rendite und Risiko, zwischen Aktien- und Geldmarktanlagen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung für den Anleger, seine eigene Risikobereitschaft einzuschätzen. So eignen sich Geldmarktanlagen, wenn man das Geld kurzfristig benötigt.
Zu den bevorzugten kurzfristigen Anlagen in Deutschland gehören Festgeldanlagen, das klassische Sparbuch und Tagesgeldkonten. Für das Überlassen des Geldes einer Bank erhält der Kunde im Gegenzug dafür Zinsen. Zu den Vorteilen gehört, dass man jederzeit über sein angespartes Geld verfügen kann. Als Nachteil liegt klar auf der Hand, dass Zinserträge aus Sparbüchern und Investments in Geldmarktanlagen deutlich unter denen anderer Anlageformen liegen. Die Grundlage für ein regelmäßiges Einkommen kann der Anleger indes von festverzinslichen Wertpapieren erwarten. Bei diesen Wertpapieren handelt es sich um festverzinsliche Schuldverschreibungen, die von einem Unternehmen oder einer Regierung vergeben werden. Dafür erhält der Käufer Zinsen, bis das Geld am vereinbarten Fälligkeitsdatum zurück gezahlt ist. Als geradezu ideal erweisen sich festverzinsliche Wertpapiere deshalb, weil sie in der Regel höhere Zinsen bieten als das klassische Sparbuch und mehr Sicherheit als Anlagen in Aktien. Bei deutschen Staatsanleihen gestaltet sich das Risiko für den Anleger relativ gering. Anders sieht es dagegen bei ausländischen Regierungen oder Unternehmen aus, die zahlungsunfähig geworden sind oder in einen Zahlungsrückstand geraten sind. Dafür erhält der Anleger jedoch auch höhere Zinsen. Bei Anlagen in Aktien ist da eher die Chance auf ein deutliches Wachstum gegeben. Mit dem Erwerb von Aktien wird der Anleger gleichzeitig zum Miteigentümer eines Unternehmens. Arbeitet dieses Unternehmen erfolgreich, ist auch der Anleger am Erfolg beteiligt. Im Umkehrschluss heißt es aber auch, dass bei einer schlechten Entwicklung des Unternehmens der Wert der Anteile sinken kann. Den Vorteil dass Aktienmarktanlagen über ein höheres Wachstumspotenzial verfügen, als andere Anlagen, muss der Anleger gegen den Nachteil, der aus Wertschwankungen entstehen kann, abwägen. Zudem sollten immer Fonds Vergleiche unternommen werden, die dazu beitragen können, die eigene Risikobereitschaft und das Sicherheitsbedürfnis des einzelnen Anlegers zu ermitteln.