Written by Torsten on 29. März 2010 – 13:02
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln und dienen als Basis für eine Krone, Brücke oder Prothese. Das Zahnimplantat übernimmt dabei die Funktion der natürlichen Zahnwurzel. Im Gegensatz zur Brücke müssen für ein Zahnimplantat zum Schließen einzelner Zahnlücken keine Nachbarzähne beschliffen werden. Das Zahnimplantat wird direkt in den Kieferknochen eingesetzt.
Heute bestehen Zahnimplantate meist aus Titan. Sie werden vom Kieferchirurgen, Zahnarzt oder in der Zahnklinik eingesetzt. Titan hat sich als Material sehr gut bewährt und verbindet sich ideal mit dem Knochen, in den es eingesetzt wird. Möglich sind aber auch Implantate aus Keramik, die heute wieder verstärkt zum Einsatz kommen.
Zahnimplantate werden meist unter örtlicher Betäubung eingesetzt. Die Implantate haben eine gute Langzeithaltbarkeit und werden von einem Großteil der Zahnpatienten optimal vertragen. Heute kommt es nur noch selten zu Komplikationen. Einmal eingesetzt und mit dem Kieferknochen verwachsen, halten Zahnimplantate ein Leben lang. Die Implantate können bei einem vollständigen Zahnverlust im ganzen Kiefer oder beim Verlust von Zahnreihen auch als Basis für eine fest sitzende Prothese dienen. Für einen vollständig zahnfreien Kiefer sind mindestens vier Implantate notwendig.
Der Zahnersatz für das Implantat wird im Dentallabor in Mainz angefertigt. Das Modell für den Zahnersatz wird auf Basis des Abdruckes, den der behandelnde Zahnarzt abnimmt, erstellt. Der Zahntechniker in Mainz arbeitet mit verschiedenen Materialien wie Keramik oder Gold und legt dabei heute auch ein besonderes Augenmerk auf die Bioverträglichkeit des Zahnersatzes. Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren für Implantate einen festen Zuschuss, der sich am Befund orientiert. Patienten leisten damit einen überwiegenden Anteil der Behandlungskosten für das Implantat aus eigener Tasche.