Written by Torsten on 7. Mai 2010 – 07:47
Das Kreditwesen blickt auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück. Sozusagen erfunden haben es die Tempelritter. Dieser Orden wurde im 11. Jahrhundert von Mönchen gegründet, um die Wege der Pilger ins heilige Land zu schützen. Normalerweise dürfen Mönche ja nicht kämpfen, aber zur Verteidigung und zum Schutz wurden sie dann an den damals üblichen Waffen ausgebildet. Der Orden fand schnell Zulauf. Vor allem aus adligen Kreisen schlossen sich viele der Bruderschaft an. Die Zeiten der Kreuzzüge ebenso wie die Gründungsumstände und Aufgaben des Ordens sind von vielen Legenden und Mythen umrankt. Aber die Templer waren die ersten, die Kreditbriefe ausstellten. Ein Ritter oder Pilger zahlte an seinem Startort eine Anzahl Taler ein und bekam dies schriftlich bestätigt.
Auf den langen, beschwerlichen Reisen konnten sie sich dann in den Komtureien entlang des Weges jeweils kleinere Summen auszahlen lassen, die dann auf dem Kreditbrief vermerkt wurden. Der Vorteil lag ganz klar darin, dass man im Falle eines Überfalls eben nicht seine gesamten Ersparnisse loswurde. Das kam in diesen Zeiten ja sehr häufig vor. Mit den Kreditbriefen konnten sie Räuber dagegen nichts anfangen.
Seit den Anfängen wurde das System kontinuierlich erweitert und verfeinert. Waren es früher Guthaben, die man einzahlte und anderorts auszahlen ließ, versteht heute darunter, sich bei Banken Geld zu leihen und in Raten mit Zinszuschlägen zurückzuzahlen. Kredite werden heute für alle Lebenslagen und jegliche Personengruppen gewährt. Haus, Auto, Wohnungseinrichtung werden von Privatpersonen über Kredite finanziert. Es gibt Kredite für Freiberufler und Firmen. Zum Beispiel kann auch ein Kredit für Freiberufler als Rahmenkredit bzw. Dispokredit gewährt werden oder auch als Ratenkredit.