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Historische Innenputze
This is my site Written by admin on 7. April 2008 – 18:06

Innenputze sind feinkörnig bis völlig glatt ganz im Gegensatz zu den auf Fernwirkung orientierten Aussenputzen. Traditionell besteht eine Stubenwand aus den eingeputzten Sockelbrettern, die profilierte Stoßleisten zur Überdeckung des Spaltes des Fußbodenanschlusses tragen.Der Wand- und Deckenputz ist feinkörnig, wenig oberflächenstrukturiert – Fächerbildung ist etwas für die Pizzeria – und ist bei einer Malfassung z.B. in Schablonentechnik glatt. Analog zur Sockelleiste ist epochenbedingt oben zur Decke ein Stuckabschluß, einfach oder reichhaltig profiliert.

Nur der Fachmann beurteilt, ob ein Altputz zu erhalten ist und welche altbaugerechten wirtschaftlichen Lösungen in Frage kommen.
Eine mögliche Lösung ist hier vorgestellt: Über einen schadhaften Altputz wird als Unterputz z.B. ein Kalkputz - hier mit natürlichen Rohstoffen Kaolin und Ziegelmehl –aufgebracht, auf den ein risseüberspannendes Jutegewebe eingespachtelt wird. Der Oberputz wird dünn aufgetragen und nach historischem Vorbild gestaltet. Ein diffusionsoffener Anstrich rundet das stimmige Bild ab.

Der absolut verträgliche, diffusionsoffene und gesunde Putzaufbau mit besten bauphysikalischen Eigenschaften als altbaugerechtes Putzsystem lässt viele Gestaltungen zu.

Eine Bemusterung im Maßstab 1:1 ist in den Ausstellungsräumen von Kreislauf zu finden. Je nach Bestand und Erhaltungszustand gelten für die jeweilige Aufgabe speziell abgestimmte Lösungen und Rezepturen, eine gewählte Maßnahme muß neben der Verträglichkeit mit dem Bau vor allem geldbeutelschonende und baubiologisch unbedenkliche Resultate erzielen.

Unter www.kreislaufkirchheim.de werden auch Tipps rund um das Bauen als auch ein Materialleitfaden zu originalen historischen Baumaterialien gegeben. Es finden sich zudem reizvolle Beispiele für individuelle Lösungen für Haus und Garten.

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