Written by Torsten on 18. April 2008 – 12:30
Den interessierten Verbrauchern wird ein Girokonto-Vergleich nicht gerade einfach gemacht. Ein Großteil der Banken und Sparkassen bietet etwa 3 verschiedene Girokonto-Modelle für Privatkunden an, welche aber besonders im Fall der Sparkassen und Landesbanken sehr stark untereinander variieren können. So kann es möglich sein, dass bei einer Sparkasse Gebühren von ca. 20 Euro für eine Überweisung auf ein Fremdkonto anfallen, während selbiges Kreditinstitut des angrenzenden Landkreises den gleichen Service am Schalter kostenfrei anbietet. Auch relevante Software, wie z.B. Bankingprogramme für den privaten und geschäftlichen Gebrauch sowie für Vereine, kann bei den Banken und Sparkassen zu sehr unterschiedlichen Konditionen zu haben sein, welche von einer kostenfreien Zusendung bis zu einer monatlichen Abschlagsgebühr reichen können. Grundsätzlich sollten sich Verbraucher also erst einmal darüber im Klaren sein, ob sie ihr Girokonto für das Onlinebanking nutzen möchten, oder Transaktionen in den Filialen bevorzugen um ein geeignetes Produkt heraus zu finden. Onlinebankingnutzer, die sämtliche Aktivitäten selbständig am PC ausführen, können hier spezielle Girokonten für das Onlinebanking zu besonders attraktiven Konditionen bekommen – oder sogar komplett kostenfrei. Alle weiteren Kontenmodelle sind in der Regel mit einer Monatsgebühr verknüpft oder an besondere Bedingungen, wie z.B. einen Mindestgehaltseingang, für die Gratisnutzung gebunden. Konteninhaber, die nach wie vor die Filiale für ihre Bankgeschäfte aufsuchen, werden so wenig Aussicht haben, in den Genuss eines günstigen Girokontos zu kommen, da die Filialleistungen in der Übersicht der Gebühren noch immer die kostenintensivsten Posten darstellen.
Bankkunden, die mit ihren Kontoführungsgebühren unzufrieden sind, können anstelle eines Institutswechsels aber ggf. auch in ein besser geeignetes Girokontenmodell der Hausbank wechseln.