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Die EU-Parlamentarier zu Hedgefonds
This is my site Written by admin on 27. Mai 2008 – 18:53

Auf europäischer Ebene ist die Haltung und Meinung zu Hedgefonds umstritten. Innerhalb der europäischen Fraktionen sind die Sozialdemokraten eher für eine stärkere Reglementierung der Fonds und die Konservativen eher gegen stärkere Regulierung. Mitte des Jahres hatten die europäischen Sozialdemokraten versucht, die EU-Kommission dazu zu bringen, strengere Regeln für Hedgefonds durchzusetzen. Die Kommission allerdings hat den Standpunkt, dass es zunächst einen konkreten Handlungsbedarf geben muss, bevor sie in irgendeiner Weise rechtlich tätig wird. Zwar haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs für einen freiwilligen Verhaltenskodex der Branche ausgesprochen – das reicht den Sozialdemokraten aber nicht. Sie fordern verbindliche Regeln. Für sie liegen die Probleme der Hedgefonds besonders in ihrer kurzfristigen Gewinn-Orientierung. Sie würden mit keinem Gedanken an Arbeitsplätze oder an die geschaffenen Werte eines Unternehmens denken.

Sie hätten keinen „Respekt für die Arbeitsplätze, Beschäftigte oder langfristige Investitionen“, schrieb beispielsweise der frühere dänische Ministerpräsident Paul Rasmussen in einem offenen Brief. Der konservative Europa-Abgeordnete Timohty Kirkhope verurteilte aber den Linksorientierten Ansatz: Dieser sei von ‚sozialistischer Dummheit’ geprägt, was Arbeitsplätze gefährde. Kirkhope stellte fest, dass private Aktien verlustreiche Unternehmungen oftmals in profitable und gesunde Unternehmen umgewandelt hätten. Die offizielle Aussage der EU-Kommission ist zurzeit, dass sie auf der einen Seite die Wichtigkeit eines dynamischen und Wettbewerbsorientierten Finanzmarktes hervorhebt. Dazu würden Hedgefonds einen wichtigen Beitrag leisten. Auf der anderen Seite sieht sie aber auch die Gefahren und potentiellen Risiken, die mit ihrer Arbeit einhergingen. Deswegen müssten sie intensiv beaufsichtigt werden.

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