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Anleihen
This is my site Written by admin on 29. Juni 2008 – 19:44

Anleihen sind Wertpapiere. Sie werden auch Renten oder Bonds genannt. Rechtlich gesehen handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen. Der Emittent einer Anleihe leiht sich von einer anderen Person Geld und zahlt dafür Zinsen. Normalerweise besteht eine Anleihe aus einem Mantel (dieser spiegelt den Nennwert, also das geliehene Geld wider) und einem Kupon, der das Recht auf (meist jährliche) Zinszahlungen verbrieft. Es existieren auch sogenannte Nullkuponanleihen. Diese geben dem Inhaber das Recht auf eine einmalige Zahlung zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Dafür erfolgen während der Laufzeit der Anleihe keinerlei Zinszahlungen. Emittenten von Anleihen können Staaten sein (z.B. die Bundesrepublik Deutschland) aber genauso Gebietskörperschaften, private Unternehmen oder große Organisationen(z.B. die Weltbank). Viele Anleihen werden auch an der Börse gehandelt. Erwirbt man eine Anleihe während der Laufzeit, so muss dem Verkäufer die bis zum Stichtag angefallenen Stückzinsen erstatten.

Generell gilt, dass die Kurse von Anleihe eng mit dem Niveau der Marktzinsen verknüpft sind. Sind die Zinsen hoch sind die Kurse niedrig. Wenn ein Investor beispielsweise eine Anleihe mit einem Nennwert von 100€, einer Laufzeit von einem Jahr und einem Kupon von 5% erwirbt, dann hat er bei einem Kaufkurs von 100€ eine zugrunde liegende Verzinsung von 5%. Steigen die Kurse der Anleihen, dann muss er einen höheren Preis, z.B. 101€ bezahlen, erhält aber trotzdem den gleichen Kupon und die Verzinsung reduziert sich entsprechend. Wie viel eine Anleihe bei gegebenem Kupon kostet, hängt nicht nur mit dem allgemeinen Marktniveau, sondern auch mit der Bonität des Emittenten zusammen. Ein mittel großes Unternehmen wird hinsichtlich einer Ausfallwahrscheinlichkeit immer niedriger eingestuft werden als zum Beispiel die Bundesrepublik. Dementsprechend liegen die Kurse niedriger.

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